Sonate Nr. 1
für Viola und Klavier (1892)
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Felix Draeseke
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für Viola und Klavier (1892)

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Beschreibung:

  • Genre: Klassik
  • Begleitung: Klavier
Felix Draeseke wurde am 7. Oktober 1835 in Coburg geboren. Die Herkunft der Eltern - der Vater Superintendent zu Coburg, die Mutter Tochter des Domprobstes in Berlin - prägte sicherlich in entscheidender Weise Entwicklung und spätere Geisteshaltung Felix Draesekes. Ein sich schon in der Kindheit abzeichnendes Gehörleiden führte im Laufe seines Lebens zu hochgradiger Ertaubung, die mit ein Grund für sein in sich gekehrtes Wesen werden sollte. Musikstudium in Leipzig, Bekenntnis zur Neudeutschen Schule, Freundschaft mit Hans von Bülow und schliesslich aufsehenerregende Beachtung auf dem Weimarer Tonkünstlerfest 1861 kennzeichnen den ersten Lebensabschnitt Draesekes. Die einer Flucht gleichkommende, selbstgewählte Isolierung eines zwölfjährigen Aufenthaltes in der Schweiz bricht diese Entwicklung jäh ab; sie schafft jedoch die Voraussetzung für die entscheidende Umorientierung von Draesekes Musikauffassung, was vor allem die Loslösung vom Einfluss Liszts zur Folge hatte. 1876 entschloss er sich dann zur endgültigen Rückkehr nach Deutschland. Neben zunehmender Beachtung seiner aufgeführten Werke wird ihm schliesslich 1892 auch äussere Anerkennung mit seiner Berufung zum Professor an das Königliche Konservatorium in Dresden zuteil. Doch erst 1894 findet er endlich in der Geborgenheit einer überaus glücklichen Ehe den Ausgleich seines immer wieder von Depressionen heimgesuchten Wesens. Felix Draeseke starb am 26. Februar 1913 in Dresden. Draeseke ist einer derjenigen Komponisten der ausklingenden spätromantischen Epoche, dessen Name heute völlig in Vergessenheit geraten ist, so dass er kaum einmal auch nur im Rahmen musikhistorischer Betrachtung Erwähnung findet. Unterschiedliche Begründungen wären dafür anzuführen: So war es ihm Zeit seines Lebens nicht vergönnt, sein Werk oder zumindest das Werk eines Schaffensabschnitts von einem sich für ihn einsetzenden Verleger betreut zu sehen. Selbst sein Alterswerk, die 'Christus Tetralogie', die ihre Gesamtaufführung in Berlin und Dresden unter Bruno Kittel erlebt hatte, erschien lediglich im Selbstverlag seiner Ehefrau. Ein großer Teil der Werke blieb bis auf den heutigen Tag ungedruckt; die übrigen verteilen sich auf eine Unzahl von Verlagen, die heute erloschen oder in andere Verlage aufgegangen sind. Folgenschwer ist wohl aber gewesen, dass er durch den plötzlichen, unverständlich erscheinenden Wandel seines Kompositionsstils keinen Freundeskreis hatte, der sich für sein Werk einsetzen wollte: Fand Draeseke, der sein Schaffen als Exponent der Neudeutschen Schule um Liszt begann, den Weg zu sich doch erst, als er sich, vom Einfluss Liszts freimachend, in die Einsamkeit eines Klavierlehrerdaseins in Yverdon zurückgezogen hatte. Unter dem Eindruck einer von dort aus in die romanischen Länder unternommenen Reise wuchs in ihm die Sehnsucht nach polyphoner Gestaltung und klassischer Ausdrucksform. Für den Aussenstehenden unverständlich, schreibt er Kanons und Fugen, dazu musikpädagogische Schriften, - Kanons, in denen ihm nach seinen eigenen Worten 'jene Freiheit' zuteil geworden, 'den Kontrapunkt genau wie den freien Stil zu gebrauchen'. Spät - vielleicht aus der Zeit heraus zu spät - gelingt ihm nach seiner Rückkehr nach Deutschland, wo er sich Dresden als endgültigen Aufenthaltsort wählt, der entscheidende Schritt zur Selbstverwirklichung. Er selbst hat zwar im Nachhinein - in seinen seiner Frau diktierten 'Lebenserinnerungen' - die Schweizer Zeit als 'verlorene Jahre' bezeichnet; doch schuf diese selbstgewählte Isolierung wohl erst die Voraussetzung für die sich nun voll entfaltende Schaffenskraft, die von der Tiefe des erfolgten Wandels Zeugnis ablegt, - ganz davon abgesehen, dass auch in den Schweizer Jahren bereits grundlegende Skizzen für manche der nun veröffentlichten Werke entstanden. Der umfangreiche Werkkatalog Draesekes (s. vollst. Werkverzeichnis in MGG III, S. 731-33) reicht vom Einzellied und Klavierstück bis zur großen Oper. Den Kammermusikfreund indessen dürften vor a