Trois Airs variés für Viola solo
Cartier, J. B.
inkl. MwSt., zzgl. Versand
auf Lager
Lieferzeit 1-3 Arbeitstage
Trois Airs variés für Viola solo
Cartier, J. B.

Trois Airs variés für Viola solo

Cartier, J. B.

auf Lager
Lieferzeit 1-3 Arbeitstage
inkl. MwSt., zzgl. Versand
Voraussichtliche Lieferung zwischen 23.02.2026 und 25.02.2026.
  • Kreditkarte
  • Rechnung Rechnung
  • PayPal
  • Sepa

Nicht in allen Ländern verfügbar. Mehr erfahren

Beschreibung:

Jean Baptiste Cartier wurde am 28. 5. 1765 als Sohn eines Tanzmeisters in Avignon geboren. Er muss schon in seiner Jugend ein tüchtiger Geiger gewesen sein. 1783 taucht er im Kreise der Schüler Gian Battista Viottis in Paris auf und erhielt 1785 eine Anstellung als Accompagnist der Königin Marie Antoinette. Seit 1791 war Cartier zweiter Konzertmeister an der Pariser Oper (bis 1821), von 1804 bis 1830 Mitglied der Kaiserlichen, später Königlichen Hofkapelle. Er war ein ausgezeichneter Kenner der Violinliteratur, der erheblich zur Wiederbelebung der italienischen Barockmusik beitrug und mit seiner 1798 veröffentlichten Sammlung 'L'art du violon' ein reichhaltiges Kompendium zur Geschichte des Geigenspiels im 18. Jahrhundert überlieferte, und ein gesuchter ViolinPädagoge. Cartier starb 1841 in Paris. Seine eigenen Kompositionen sind nicht sehr zahlreich, meist Duos für 2 Violinen, wobei er den damals in Paris sehr beliebten Brauch, populäre Melodien zu variieren (Airs varies), bevorzugte. Unter ihnen verdient ein Werk, wiewohl auch diesem Genre angehörend, Beachtung: 'Trois Airs Varies' für Viola-Solo, erschienen 1809 im Verlag Georges Julien Sieber zu Paris. Sie sind nach Georg Abraham Schneiders kurz zuvor publizierten 6 Solos op. 19 die ersten Kompositionen für Bratsche allein, die über eine pädagogische Zielsetzung hinaus auch den Anspruch eines künstlerischen Solostücks besitzen. In ihrer beträchtlichen technischen Schwierigkeit stehen sie auf der Höhe der damaligen Violintechnik. Die zu jener Zeit als Soloinstrument gebräuchlichen sehr kleinen Bratschen erlaubten deren fast uneingeschränkte Übernahme. Die inzwischen erzielten Fortschritte des Violaspiels gestatten nun auch eine Ausführung auf den jetzigen grösseren Instumenten - bis auf die geforderten Dezimengriffe, für die Alternativen vorgeschlagen werden. Die von Cartier zahlreich angegebenen Fingersätze wurden - da zu sehr an der Violintechnik seiner Zeit orientiert - weggelassen, hingegen wurden seine Bogenstriche, obwohl nicht immer einleuchtend und in sich konsistent, als Zeitdokument und eventuelle Anregung für die ohnehin notwendige sorgfältige Durcharbeitung durch den Ausführenden übernommen. Für die einstimmigen und damit gegenüber den aufwendigen Variationen allzu schlichten Themen wird vom Herausgeber eine 2. Stimme (Kleinstich) vorgeschlagen. Dieser Neuausgabe liegt der Siebersche Erstdruck zugrunde; der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt sei für die Zurverfügungstellung einer Kopie und die Publikationserlaubnis gedankt. Prof. Dr. W. Sawodny