Arcangelo Corelli
12 Sonaten op. 5 Heft 1
(Sonaten 1-3)
Arcangelo Corelli
12 Sonaten op. 5 Heft 1
(Sonaten 1-3)
- Besetzung Violine und Basso Continuo
- Komponist Arcangelo Corelli
- Ausgabe Noten
- Verlag Editio Musica Budapest
- Bestell-Nr. KU-GM1119A
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Beschreibung:
Der vorliegende Band enthält die zwölf Sonaten für Solo-Violine mit Basso continuo, op. 5 von Arcangelo Corelli. Der erste Teil der Serie (Sonaten Nr. 1-6) umfasst die Kirchensonaten (sonate da chiesa), der zweite Teil (Sonaten Nr. 7-12) die Kammersonaten (sonate da camera). Die beiden Gattungen sind sowohl in Form als auch in Charakter sehr verschieden. Was die formale Konzeption anbelangt, stehen die Kirchensonaten den Konzerten von Corelli nahe. Sie sind meistens fünfsätzig und beginnen mit einem langsamen Satz, dem eine umfangreiche Fuge folgt. Den 3. und 4. Satz bilden ein melodisches Adagio und ein schneller Satz mit Figurationen in der Art eines? Perpetuum mobile, wobei einmal das Adagio, ein anderes Mal das Allegro die Stelle des dritten Satzes einnimmt. Der durchwegs schnelle Schlusssatz ist entweder eine Fuge oder ein Tanzstück (Giga). Die Kirchensonaten sind sowohl in ihren technischen Anforderungen als auch in ihrem musikalischen Inhalt sehr anspruchsvoll und geben dem polyphonen Satz und Spiel in jedem Fall Raum. Die Kammersonate gehört dagegen der Gattungsfamilie der Suite an. Zahl und Reihenfolge der Sätze sind nicht festgelegt. Die Kammersonate beginnt meistens mit einem langsamen Präludium, dem eine Reihe von Tänzen folgt. In die gleiche Gattung sind auch Variationsformen einzureihen, wie La Folia am Schluss dieser Serie. Die Kammersonaten sind ihren technischen Anforderungen und ihrer musikalischen Gestaltung nach weniger anspruchsvoll als die Kirchensonaten. Die vorliegende Ausgabe stützt sich auf die 1700 in Rom erschienene Erstausgabe des Werkes. Der Text auf dem Titelblatt des ersten Teiles lautet: Parte Prima. Sonate a violino e violone o cimbalo ... da Arcangelo Corelli da Fusignano. Opera quinta. Es ist weder das Erscheinungsjahr, noch der Verlag angegeben. Die Widmung datiert vom 1. Januar 1700. Der Text auf dem Titelblatt des zweiten Teiles lautet: Parte Seconda. Preludii Allemande Correnti Gighe Sarabande Gavotte e Follia. Das Werk erfreute sich unerhörter Beliebtheit. In den Jahrzehnten nach seiner ersten Ausgabe wurde es in verschiedenen Ländern, so auch in Holland und England mehrmals nachgedruckt. Diesen Nachdrucken lagen entweder die Erstausgabe oder frühe Nachdrucke zugrunde. Sie wurden ohne das Mitwirken des Komponisten vorbereitet, so dass sie nur als Nebenquellen in Betracht gezogen werden können. In Holland wurden die Sonaten erstmals um 1715 von Pierre Mortier in Amsterdam verlegt. Die vierte Amsterdamer Ausgabe enthält Verzierungen zu den Adagio-Sätzen der ersten sechs Sonaten und zwar so, wie sie - nach Angabe des Verlegers - vom Komponisten gespielt wurden. (Quatrieme edition, ou l'on a joint les agreemens des Adagio de cet ouvrage, composez par Mr. A. Corelli, comme il les joue.) Die vorliegende Ausgabe gibt diese Verzierungen im Supplement an. Die vorgeschlagenen Verzierungen der langsamen Sätze können dem Interpreten nützliche Erfahrungen vermitteln, dürfen jedoch nicht als ausschliessliches Aufführungsmaterial betrachtet werden. Die damaligen Interpreten haben die Verzierungen von Fall zu Fall neu gestaltet. So ist die in der Ausgabe von Amsterdam festgelegte Form nur eine der möglichen Varianten, die damals gespielt werden konnten. Die hier veröffentlichten und angeblich authentischen Verzierungen sollten viel eher als Vorbild gelten, wie der heutige Interpret neue Verzierugsvarianten in den entsprechenden Sätzen bilden kann. Selbstverständlich können diese Sätze auch ohne Verzierungen aufgeführt werden. Wir waren bestrebt, den Aufführenden eine kritische Ausgabe mit authentischem Text vorzulegen. Die ursprüngliche Notation wurde, soweit dies möglich war, beibehalten. Die Vorzeichen der Sonaten entsprechen aber nicht immer den eigentlichen Tonarten. Die Sonaten von Corelli waren in modernen Dur-Moll-Tonarten geschrieben, wobei die Vorzeichen den damaligen Traditionen entsprechend gesetzt und die Zahl der vorgeschriebenen Kreuze und Erniedrigungszeichen auf ein Minimum beschränkt w