Joseph Leopold von Eybler
3 Sonaten op. 9
Joseph Leopold von Eybler
3 Sonaten op. 9
- Besetzung Violine und Klavier
- Komponist Joseph Leopold von Eybler
- Herausgeber Alexander Weinmann
- Ausgabe Noten
- Verlag Edition Kunzelmann
- Bestell-Nr. KU-GM137
Beschreibung:
Joseph Eybler, geboren am 8. Februar 1765 in Schwechat (in der Nähe von Wien), Schüler j. G. Albrechtsbergers, zählte zum Freundeskreis von Haydn und Mozart; von diesen dreien wurde er mit ehrenden Zeugnissen als Musiker und Komponist ausgezeichnet. Als Nachfolger Salieris war er 1804 bis 1833 erster Kapellmeister der Wiener Hofkapelle. Sein Oeuvre, bis jetzt noch nicht katalogmässig dargestellt, umfasst alle Bereiche kirchlicher und profaner Musik, Opern und Instrumentalwerke. Die drei Sonaten für Klavier und Violine entstanden im Jahre 1807, deren zweite im Autograph bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien erhalten ist. Die Erstausgabe erschien im Verlag Johann Traeg am 30. Januar 1808 (Wiener Zeitung Nr. 9), mit Pl.-Nr. 344: äTrois Sonates pour le Piano-Forte & Violin oblige composees par Joseph Eybler, Oeuv.: IX' in Quer- und Hochformat. Nach der Liquidierung des Verlages Traeg gingen die Verlagsrechte an Anton Diabelli & Co. über, der das Werk 1825/26 in Neustich herausgab: äTrois Sonates faciles pour le Pianoforte et Violon oblige. Composees par Joseph Eybler, Premier maitre de Chapelle de Sa Majeste l'Empereur d'Autriche etc. ... Oeuvre 9. Seconde Edition. Nr. 1, 2, 3'. Verlags- und Plattennummern 2126.27.28. Diese Ausgabe ist im Besitz der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (XI 958). Mit dieser Quellenlage erscheint der Notentext vorliegender Neuausgabe hinreichend gesichert. Der Vergleich des Autographs der Sonata 2da mit der Erstausgabe erwies diese als so korrekt, dass man den Verlust der beiden anderen Autographe als nicht erheblich ansehen darf. Der Verleger der äSeconde Edition', Anton Diabelli, selbst gewiegter Musiker, beschränkte sich auf gelegentliche Glättungen des Notentextes der Erstausgabe und vorsichtige Hinzufügung einiger dynamischer Zeichen und sonstiger Akzidentien, liess Eyblers Vorlage hingegen im wesentlichen unangetastet. Er scheint weitergehende ?nderungen aus Verehrung für Eybler absichtlich nicht wahrgenommen zu haben; im Titel bezeichnet er die Sonaten ausdrücklich als äfaciles' und fügt noch des Komponisten Eigenschaft als erster Hofkapellmeister hinzu. Mithin waren für die Neuausgabe ganz von selbst die Richtlinien gegeben; im Vergleich des Autographs mit den beiden Ausgaben waren nur wenige Glättungen wahrzunehmen und einige Stichfehler auszumerzen, die sich in Diabellis zweite Ausgabe eingeschlichen hatten. Veraltete Schreibweisen wurden durch moderne ersetzt, im weiteren Bindebögen und Staccato-Zeichen sinnvoll ergänzt. Mit dieser behutsamen Behandlung dürfte am besten einer wertvollen Musik wie der vorliegenden Rechnung getragen sein. Alexander Weinmann