Barbara Buczek
Eidos
für Violine solo
Barbara Buczek
Eidos
für Violine solo
- Besetzung Violine
- Komponist Barbara Buczek
- Ausgabe Noten
- Verlag PWM Edition
- Bestell-Nr. PWM12809
Beschreibung:
Die 1977 vollendete Miniatur Eidos I für Violine solo eröffnet einen Zyklus kurzer, aber äußerst komplizierter Kompositionen, die Barbara Buczek in größeren zeitlichen Abständen geschrieben hat. In jeder dieser Kompositionen erforscht die Komponistin die Natur des Klangs und die Ausdrucksmöglichkeiten der verschiedenen Instrumente. Der Titel (vom griechischen Wort eídō, was "ich sehe", "ich beobachte" bedeutet) bezieht sich auf das Wesen der Dinge, philosophisch verstanden als "idealer Gegenstand des Denkens".
In Eidos I verbindet sich das intellektuelle Element mit dem emotionalen. Die Komposition weist eine segmentäre Form und einen narrativen Charakter auf. Wir finden hier sowohl atmosphärische als auch dramatische Momente, virtuose Figurationen und Kantilenenlinien, die intelligent in einem Dickicht von Akkorden verborgen sind. Eine wichtige Rolle spielt der Wechsel des Ausdrucks: Die ersten Abschnitte sind inquieto (unruhig), cantabile (singend) und zeloso (eifrig) zu spielen, dann wechselt der Ausdruck zu quasi con indifferenza (fast gleichgültig) und sogar con derisione (mit Spott). Das Werk wird durch die Gesamtausstrahlung seiner Harmonien und Klangfarben integriert. Besonders hervorstechend sind Dissonanzen (Septimen, Tritonus, Motive einer fallenden Sekunde) und leichte Texturen (Tremolandos, helle Flageoletts, Glissandos, bunte Übergänge von sul tasto zu sul ponticello. Die Komponistin setzt eine breite Palette zeitgenössischer Klangerzeugungstechniken ein und klärt viele Details mit der für sie charakteristischen Akribie, etwa die häufigen Wechsel von Tempo, Dynamik und Artikulation. Dennoch lässt sie viel Raum für die Sensibilität und kreative Interpretation der Interpreten dieses Werks, das sowohl technische als auch künstlerische Reife erfordert.
Karolina Dąbek, übersetzt von John Comber.
Softcover.
In Eidos I verbindet sich das intellektuelle Element mit dem emotionalen. Die Komposition weist eine segmentäre Form und einen narrativen Charakter auf. Wir finden hier sowohl atmosphärische als auch dramatische Momente, virtuose Figurationen und Kantilenenlinien, die intelligent in einem Dickicht von Akkorden verborgen sind. Eine wichtige Rolle spielt der Wechsel des Ausdrucks: Die ersten Abschnitte sind inquieto (unruhig), cantabile (singend) und zeloso (eifrig) zu spielen, dann wechselt der Ausdruck zu quasi con indifferenza (fast gleichgültig) und sogar con derisione (mit Spott). Das Werk wird durch die Gesamtausstrahlung seiner Harmonien und Klangfarben integriert. Besonders hervorstechend sind Dissonanzen (Septimen, Tritonus, Motive einer fallenden Sekunde) und leichte Texturen (Tremolandos, helle Flageoletts, Glissandos, bunte Übergänge von sul tasto zu sul ponticello. Die Komponistin setzt eine breite Palette zeitgenössischer Klangerzeugungstechniken ein und klärt viele Details mit der für sie charakteristischen Akribie, etwa die häufigen Wechsel von Tempo, Dynamik und Artikulation. Dennoch lässt sie viel Raum für die Sensibilität und kreative Interpretation der Interpreten dieses Werks, das sowohl technische als auch künstlerische Reife erfordert.
Karolina Dąbek, übersetzt von John Comber.
Softcover.