Sonate B-dur
für Violine solo
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Carl August Pesch
Sonate B-dur
für Violine solo

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Beschreibung:

  • Gewicht: 80 g
  • Tonart: B-Dur
  • ISMN: 9790203710714
Sonate B-Dur: Es gibt nur wenige Werke für Solovioline aus der Mozart-Zeit; das macht diese Erstveröffentlichung interessant. Die grosse Zeit der Violinvirtuosen Walther, Biber, Westhoff, Pisendel und anderer hatte mit Johann Sebastin Bachs Solosonaten und -partiten einen Abschluss gefunden. Aus der vorklassischen Periode kennen wir ausser vielen Unterrichtswerken für Violine nur wenige konzertante Kompositionen für eine Violine allein. Dazu zählen insbesondere die Sonaten von Friedrich Wilhelm Rust und Johann Friedrich Reichardt, beide aus dem Umkreis Franz Bendas, die aber deutlich an barocke Vorbilder anknüpfen. - Die hier vorgelegte Sonate in B-Dur von Pesch ist ein in beiden Sätzen fast durchgängig zweistimmiges Stück. Die Tonart B-Dur mag zunächst etwas befremden, ist aber nicht ungewöhnlich, denn auch Solowerke von Westhoff und Rust stehen in dieser Tonart; sie erweist sich als durchaus geigerisch und klangvoll in diesem ungewöhnlichen Werk.

Die in vielen Veröffentlichungen wiedergegebenen Lebensdaten von Pesch, die aus unbekannter Quelle stammen und immer wieder benutzt wurden, sind durchweg falsch. Aus der Eintragung im Kirchenbuch der Gemeinde St. Blasius in Braunschweig ist der 27. Februar 1791 als Sterbedatum eindeutig festgestellt. Die Braunschweigische Anzeigen schreiben Am 27sten Februar ... verstarb ... Herr Carl August Pesch im 57ten Jahr seines Alters. Im 57ten Jahr bedeutet, dass er 56 Jahre alt wurde, also 1735 geboren ist. Über seine Herkunft ist bisher wenig bekannt: Nach 1760: Eintritt in den herzoglichen Dienst in Braunschweig; 1763: Leopold Mozart erwähnt Pesch unter den Personen, die er im Gasthof Goldener Löwe in Frankfurt/Main getroffen hat; 1765: Reise mit dem Herzog nach London, dort Veröffentlichung einiger Werke; 1766/1767: Reise mit dem Herzog nach Italien; 1776 Konzerte in Frankfurt/Main.