Eddie Gale
Afro Fire
Eddie Gale
Afro Fire
- Besetzung Tonträger
- Interpret Eddie Gale
- Ausgabe CD
- Verlag Intuition
- Bestell-Nr. INT33832
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Beschreibung:
For those interested in the edges - where jazz meets the new musics of the technologic age creating a new sense of organic sound - this is for you. Afro Fire markiert Eddie Gales längst überfälliges Comeback als Bandleader. Als Sideman wirkte er mit seiner Trompete bei bahnbrechenden Aufnahmen mit wie z.B. Larry Youngs Meisterwerk Love and Peace von 1966, Cecil Taylors klassische Unit Structures von 1964 und nicht weniger als vier Alben von Sun Ra, von denen das revolutionäre – und leider zu wenig beachtete – Lanquidity wohl das bemerkenswerteste ist. Aber am bekanntesten ist Gale ist durch seine beiden Aufnahmen Ghetto Music und Black Rhythm Happening, die 1968 bzw. 1969 bei Blue Note erschienen sind. Auf diesen wilden Scheiben wurden Souljazz, Funk und Gospelchöre verwendet und militante Politik mit dem Optimismus der Hair-Generation der 60er vermischt. Beide Alben sind Klassiker des Underground-Jazz. 1992 hat Gale noch ein weiteres Album als Leader aufgenommen - nämlich das hervorragende Minute with Miles, eine Art Hommage-Album an Miles Davies – mit dem Pianisten und Keyboarder Larry Willis. Vom Cover ausgehend sieht Afro Fire wie ein Titel von Blue Note aus. Doch obwohl es ultramodern ist, fühlt es sich wie eine Weiterentwicklung dessen an, was er in den späten 60ern unter diesem Label herausgebracht hat. Gale hat keine Angst vor der Technik und der musikalischen Entwicklung. Nein, er sucht sie geradezu – hier und bei den zahlreichen Veröffentlichungen, die er mit Hip-Hop-Gruppen, Rock- und Funkbands und Elektronikensembles eingespielt hat. Bei der ungewöhnlichen Zusammensetzung des vierköpfigen Ensembles für diese Aufnahme unterstreichen und ergänzen Synthesizer und Rhythmus-Tracks sein abgefahrenes abgedämpftes Trompetenspiel, David R. Haydens Bass und rhythmische Programmgestaltung sowie William Nichols Spiel auf dem Rhodes-Piano. Chet Smith spielt Orchestersynthesizer und weicht alles in tiefe Strukturen und Stimmungen ein. Das Set beginnt im Randgebiet der Electronica-Musik mit dem Title Welcome to Silicon Valley und bringt alles – von Cut-up-vocals und bearbeiteten dreispurigen Blechbläsern bis hin zu Breakbeats, die alle durchdringen und alles in einen zündenden jazzigen Space-Age-House-Jam verwandeln. Bei Free You -- Free Me steht Funk Pate; Rhythmus-Tracks scheinen durch Gales Trompete hindurch, und Synthie und Bass packen den Space-is-the-place-Groove aus und lassen das Ganze allmählich zu einem gefühlvollen und trippigen Groove werden. Aber lasst nicht zu, daß euch dieses Po-Mo-Gefühl aus der Fassung bringt. Diese CD ist ein Jazz-Album mit großartigen Soloeinlagen, wunderbaren gefühlvollen Grooves und unwiderstehlichen Kompositionen, wie z.B. Afro Fire mit seinen abgefunkten Latin-Färbungen, die nächtliche sinnliche Atmosphäre von New York After Hours und der bluesige Space-Age-Souljazz von Tribal Future. Wahrscheinlich werden traditionelle Jazz-Neokonservative es nicht so stark finden, aber was soll's, seine Platten aus den 60ern haben ihnen schließlich auch nicht gefallen. (Thom Jurek, All Music Guide)