Streichquartette
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Boris Blacher
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Beschreibung:

1930, 1940, 1944, 1951, 1967 - schon die Entstehungsjahre der fünf vollendeten Streichquartette Blachers lesen sich nicht nur wie eine Reihung historischer Ecksteine (oder Wendepunkte) deutscher Geschichte, sie erinnern auch an Stationen, Gabelungen und Irrwege nationaler und zu Zeiten nationalistischer Musikentwicklung auf 'deutschem' Boden. Blacher, der Staatenlose, genoss zeitlebens den Sonderweg des nicht dazu Gehörenden und zelebrierte ihn in seinem großen, einmaligen Oeuvre. Zeitlebens unbekümmert von Tradition, Zeitgeist und 'Geschmack', war Blacher stets 'anders', galt als der Komponist, der pro Werk wahrscheinlich die wenigsten Notenköpfe unterbrachte und doch alles sagte, was gerade nötig war. 1930 bedeutete das die Musik des röhrenden, tanzenden, wirbelnden Berlin, 1940 (beauftragt durch die Biennale in Venedig) Spott und Ironie nach knapp einem Jahrzehnt verordneter Parteimusik; 1944 waren es die Überbleibsel einer schon fast versunkenen Musikkultur. 1951 dann gedenkt Blacher mit seinem 'Epitaph' Franz Kafkas, dessen Literatur seinerzeit die Denker beider in der Nachkriegszeit manifestierten politischen Systemblöcke zu verbinden schien. 1967 genügt ihm im Zenit seiner zeitlosen Meisterschaft und auf dem Höhepunkt seiner Karriere ein einziger c-Moll Dreiklang, um eines der kühnsten Werke der Quartettliteratur zu schaffen, ein fulminantes und einzigartiges Werk, das höchste Anforderungen an die Instrumentalisten stellt und voller Überraschungen für den Hörer ist - und das die 'variablen Metren' verwendet, das liebste Steckenpferd und Markenzeichen des Mathematikers (und Architekten) Boris Blacher. Eda records spielte, unterstützt durch die pro musica viva-Stiftung, erstmals sämtliche Quartette Blachers mit dem Petersen Quartett ein; die Aufnahme wurde vielfach preisgekrönt und gilt bis heute als Referenzeinspielung.