Variationen über KV 455 'Unser dummer Pöbel'
für 2 Klarinetten, 2 Hörner und 2 Fagotte
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Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Druschetzky
Variationen über KV 455 'Unser dummer Pöbel'
für 2 Klarinetten, 2 Hörner und 2 Fagotte

Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Druschetzky
Variationen über KV 455 'Unser dummer Pöbel'

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Beschreibung:

Dank dem in diesem Jahre erschienenen Artikel mit Werkverzeichnis von Ulrich Rau im Supplementsband der Enzyklopädie äMusik in Geschichte und Gegenwart' (MGG) können wir uns ein genaueres Bild über Leben und Wirken Druschetzkys machen. Georg Druschetzky wurde am 7. April 1745 In Jemníky bei Prag geboren. Nach dem ersten musikalischen Unterricht beim berühmten Oboisten Besozzi ergriff er die Laufbahn eines Militärmusikers worin er es bis zum Kapellmeister brachte. In Linz a. D. wurde Druschetzky zum Landschaftspauker ernannt, nachdem er in dieser Stadt seit 1760 die äheroische Feldpaukerkunst' ausübte. In den Jahren 1783-1786 muss er sich in Wien aufgehalten haben. 1787 treffen wir ihn im Dienste des Fürsten Grassalkowitsch in Bratislava; eine Konzertreise nach Wien lässt sich für das Jahr 1792 nachweisen. Nach dem Tode seines Brotgebers versuchte Druschetzky sein Glück in Budapest, wo er bis zu seinem Ableben am 21. Juni 1819 Musikdirektor des Palatins Erzherzog Joseph Anton Johann war. Seine Hauptaufgabe bestand in der Leitung der achtstimmigen Bläserharmonie und deren Versorgung mit Kompositionen. Mit Krommer, Lickl, Triebensee und Wenth, um nur einige Namen zu nennen, gehört Druschetzky zu jener Gruppe von Komponisten, die mit ihren Werken für Bläser-Kammermusik zum unerhörten musikalischen Reichtum der Donaumonarchie beitrugen. Druschetzkys Musik ist äGesellschaftmusik', will also in erster Linie unterhalten. Gerbers äHistorisch-biographisches Lexicon der Tonkünstler' (1791/2) entnehmen wir folgende Mitteilung über Druschetzky: äer hat sich seit 10 Jahren durch eine große Anzahl vortrefflicher Partien für Blasinstrumente, nämlich für 2 Klarinetten, 2 Hoboen, 2 Hörner, 2 Fagotte und 1 Trompete nicht nur bei der Kaiserlichen Armee, sondern in ganz Deutschland beliebt und verdient gemacht'. Druschetzky hat mit seltenem Erfindergeist und aus seinem täglichen Kontakt mit der Praxis die verschiedensten Instrumentalkombinationen in seinen Bläserkompositionen angewandt. Wie seine böhmischen Zeitgenossen Wenth, Kozeluch und Triebensee hat er beliebte Werke der großen Wiener Klassiker für Bläserensemble umgeschrieben, so Haydns Schöpfung und die Jahreszeiten, Beethovens Septett op. 20 und von W. A. Mozart die Klaviervariationen K.V. 455 über ein Thema von Glucks Oper äDie Pilger von Mekka' `Unser dummer Pöbel meint'. Das Manuskript Druschetzkys befindet sich im Schlossarchiv von Kremsier (Krome>-iz). Es wurden nur diejenigen Variationen von Druschetzky bearbeitet, die sich speziell für Bläser eignen. Ebenfalls ist die Reihenfolge verschieden: Druschetzkys Variation III ist identisch mit Mozarts Var. IV; Dr. Var. IV = Mozart Var. III; Dr. Var. V = Mozart Var. VII; Dr. Var. VI = Mozart Var. X, Takte 1-24, dann Takte 98-105 um dann in einen von Druschetzky komponierten Schluss einzumünden. Die Variationen I& II lassen sich in den heutigen Ausgaben von Mozarts Werken nicht nachweisen. Hatte vielleicht Druschetzky die bis heute verschollene Erstausgabe von Torricella aus dem Jahre 1785 (Wien) zur Verfügung, in der diese Variationen möglicherweise enthalten waren, jedoch von Mozart in der Artaria-Ausgabe von 1786 wieder fallengelassen wurden? Es ist erwiesen, dass Druschetzky mit dem Wiener Verleger Torricella in der fraglichen Zeit in Geschäftsverbindung stand. Druschetzky konnte einige seiner Werke bei Torricella drucken lassen. Es ist deshalb durchaus möglich, dass Druschetzky in den Besitz der Erstausgabe gekommen ist. Wir können nur auf den Zufall hoffen, dass sich in irgend einer Bibliothek die TorricellaAusgabe vorfinden lässt, um einen eindeutigen Beweis der Autorenschaft Mozarts für die Variationen I& II der vorliegenden Ausgabe zu erbringen. Interessant sind auch einige kleine Varianten in Harmonik, Melodik und Phrasierung zwischen Mozart und Druschetzky. Sie aufzuzeigen würde den Rahmen eines Vorwortes sprengen. Antonin Myslik und Fritz Kneusslin