Robert Fuchs
Trio op. 115
für Klavier, Violine und Viola
Robert Fuchs
Trio op. 115
für Klavier, Violine und Viola
- Besetzung Klaviertrio (Klavier, Violine und Viola)
- Komponist Robert Fuchs
- Ausgabe Noten
- Verlag Verlag Walter Wollenweber
- Bestell-Nr. KU-WW46
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Beschreibung:
Das hier als reprografischer Nachdruck vorgelegte Werk aus dem reichen kammermusikalischen Schaffen von Robert Fuchs gehört allein schon von der Besetzung her zu den seltenen Kostbarkeiten der Kammermusik. Mozart hat ein einziges 'Mal in einem Klaviertrio das übliche Violoncello durch die Bratsche ersetzt: in seinem berühmten 'Kegelstatt-Trio' in Es-dur KV -198 aus dem Jahre 1786. Sein Vorbild hat kaum Nachfolge gefunden, wenn man von Ignaz Lachner und einigen anderen romantischen Kleinmeistern absieht. Die Viola blieb ein Instrument der verborgenen Mitte, dem bezeichnender Weise der österreichische Dichter Josef Weinheber in seinem Gedichtzyklus 'Kammermusik' die Selbstaussage 'Ich leide ' zuschreibt. Indessen hat Brahms die Bratsche besonders geschätzt, sie liebevoll in seinen Kammermusikwerken behandelt und vom Bratscher gesagt, dass er im geheimen Mittelpunkt des musikalischen Geschehens stehe. Robert Fuchs hat um die sonore Ausdrucksfähigkeit der Viola gewusst und eine ganze Reihe von Werken geschaffen, die den reichen klanglichen Möglichkeiten des Instruments zu schönster Geltung verhelfen. Den Anfang machen die 1897 bei Lienau in Berlin erschienenen 'Sieben Phantasiestücke für Pianoforte, Violine und Viola' 01). 57. Im darauffolgenden Jahr brachte Adolf Robitschek in Wien die 'Zwölf Duette für Violine und Viola' 01). 60 heraus. Ebenfalls im Jahre 1898 veröffentlichte Lienau in Berlin die ' Zwei Terzette für zwei Violinen und Viola' Op. 61. Der Erstdruck der 'Sonate für Pianoforte und Viola' Op.86 liegt ebenso hei dem Verlag Walter Wollenweber neu auf wie das 'Terzett für zwei Violinen und Viola' Op. 107 aus dem Jahre 1923. Das letzte Werk von Robert Fuchs galt der Bratsche. Es waren die 'Sechs Phantasiestücke für Viola und Pianoforte' Op. 117, die im Todesjahr 1927 bei Robitschek in Wien herauskamen. Im Vorjahr 1926 war im gleichen Verlag das vorliegende 'Trio für Pianoforte, Violine und Viola' Op. 115 erschienen, eines der reifsten Kammermusikwerke von Robert Fuchs und zugleich eine der schönsten Huldigungen an (las edle Instrument der Bratsche. Der Komponist hat es 'Seinem Freunde Wilhelm Gerieke gewidmet ', dem steiermärkischen Jugendfreund, auf dessen Rat der junge Robert Fuchs die beschwerliche Fusswanderung nach Wien angetreten hatte. Wilhelm Gericke war wie Robert Fuchs Schüler von Otto Dessoff am Wiener Konservatorium, betätigte sich als angesehener Kapellmeister in Wien, Boston und Dresden, hatte auch als Komponist zeitweise Erfolge, und gehörte mit Fuchs zum engeren Freundeskreis von Brahms. Fuchs und Gericke erlebten noch gemeinsam die Uraufführung des Bratschentrios 0p. 115 im Wiener Konzertvereinssaal, kurz bevor Wilhelm Gericke am 27.Oktober 1925 starb. Die Grundtonart des viersätzigen Werkes ist fis-moll. Bereits im ersten sonatenförmig angelegten Satz 'Allegro molto moderato' zeigt sich die Satzkunst von Robert Fuchs: in der klangvollen Führung der kunstvoll verwobenen Stimmen, in der harmonischen Vielfalt und im Erfindungsreichtum eines begnadeten Lyrikers. Dem zu leidenschaftlicher Expressivität anwachsenden Hauptthema folgt die synkopisch geführte A-dur-Melodie im Zwiegesang der beiden Streichinstrumente. Nach einer modulatorisch reichen Durchführung übergibt die Reprise das Geigenhauptthema des Anfangs der Bratsche und mündet aus dem Duett des Seitenthemas in eine wuchtig auftrumpfende Coda in fis-moll. Ein anmutiges sizilianoartiges Thema beherrscht den zweiten Satz ' Andante grazioso' in hellem D-dur und in schwebendem Sechsachteltakt. Der ländlerartige Hauptteil des dritten Satzes 'Allegretto scherzando' umrahmt das Mittelstück eines zündenden As-dur-Vivace, das in der versonnenen Coda, nach H-dur gewandelt, nochmals im Pianissimo aufklingt. Das Finale 'Allegro giusto' im Alla-breve-Takt ist ein mit drei gegensätzlichen Themen spielendes, alle Modulationsmöglichkeiten ausschöpfendes und in kontrapunktischen Künsten schwelgendes Rondo, das die Ausgangstonart fis-moll i