Wolfgang Amadeus Mozart
Klaviersonate B-Dur KV 570
Wolfgang Amadeus Mozart
Klaviersonate B-Dur KV 570
- Besetzung Klavier
- Komponist Wolfgang Amadeus Mozart
- Herausgeber Ernst Hettrich
-
Schwierigkeit
- Ausgabe Noten (Urtext)
- Verlag G. Henle Verlag
- Bestell-Nr. HN398
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Beschreibung:
Viele B-Dur-Werke Mozarts fallen durch ihren sanften und manchmal dunklen, resignierten Ton auf. Zu den Kompositionen, auf die diese Charakteristik zutrifft, gehört nicht nur das bekannte letzte Klavierkonzert KV 595, sondern auch die weniger berühmte Klaviersonate KV 570.
ERSTER SATZ
Im Vergleich zur ähnlich beginnenden F-Dur-Sonate KV 332 fehlt dieser Sonate das energische Vorwärtsdrängen. Aber der Dramatiker Mozart kann sich auch in diesem lyrischen Stück nicht ganz verleugnen, und der Beginn der Durchführung mit der plötzlichen Rückung nach Des-Dur reißt Tiefen auf. Die Spannung steigert sich im weiteren Verlauf durch den sich in der Tonhöhe - und sicher auch im Tonvolumen - hinaufschraubenden zweiten Gedanken des Themas (Takt 84-94), in das dann im p der erste Themengedanke im Bass in G-Dur einsetzt. Die Tonrepetitionen nehmen ein wenig Papagenos Geplapper voraus. Die thematische Sparsamkeit in diesem ersten Satz mit der kunstvollen Vertauschung der Stimmen erinnern ebenso wie das heitere Schlussrondo dieser Sonate etwas an Haydn.
ZWEITER SATZ
Weit weniger ist dies der Fall beim sehr verinnerlichten Mittelsatz, einem Adagio in Es-Dur, trotz der Imitation des Hornklanges im Thema. Hier ist eine 'Resignation ohne Bitterkeit' ausgedrückt, eine entrückte Abschiedsstimmung, Musik, von der alle Erdenschwere abgefallen zu sein scheint. Die c-Moll-Episode dieses Satzes, der in Rondoform (oder fünfteiliger Liedform) gebaut ist, ist eng mit der c-Moll-Stelle des Mittelsatzes aus dem Klavierkonzert KV 491 verwandt; Takt 14 ist ein fast wörtliches Zitat daraus.
DRITTER SATZ
Dem Schlussrondo fehlt das Ritornell in der Mitte, so dass es die Form A-B-C-A hat. In der zweiten Episode (Abschnitt C) erinnern die Tonrepetitionen wiederum an die 'Zauberflöte', diesmal aber mehr an das Fugato der Ouvertüre als an Papagenos Arie.
Paul und Eva Badura-Skoda
ERSTER SATZ
Im Vergleich zur ähnlich beginnenden F-Dur-Sonate KV 332 fehlt dieser Sonate das energische Vorwärtsdrängen. Aber der Dramatiker Mozart kann sich auch in diesem lyrischen Stück nicht ganz verleugnen, und der Beginn der Durchführung mit der plötzlichen Rückung nach Des-Dur reißt Tiefen auf. Die Spannung steigert sich im weiteren Verlauf durch den sich in der Tonhöhe - und sicher auch im Tonvolumen - hinaufschraubenden zweiten Gedanken des Themas (Takt 84-94), in das dann im p der erste Themengedanke im Bass in G-Dur einsetzt. Die Tonrepetitionen nehmen ein wenig Papagenos Geplapper voraus. Die thematische Sparsamkeit in diesem ersten Satz mit der kunstvollen Vertauschung der Stimmen erinnern ebenso wie das heitere Schlussrondo dieser Sonate etwas an Haydn.
ZWEITER SATZ
Weit weniger ist dies der Fall beim sehr verinnerlichten Mittelsatz, einem Adagio in Es-Dur, trotz der Imitation des Hornklanges im Thema. Hier ist eine 'Resignation ohne Bitterkeit' ausgedrückt, eine entrückte Abschiedsstimmung, Musik, von der alle Erdenschwere abgefallen zu sein scheint. Die c-Moll-Episode dieses Satzes, der in Rondoform (oder fünfteiliger Liedform) gebaut ist, ist eng mit der c-Moll-Stelle des Mittelsatzes aus dem Klavierkonzert KV 491 verwandt; Takt 14 ist ein fast wörtliches Zitat daraus.
DRITTER SATZ
Dem Schlussrondo fehlt das Ritornell in der Mitte, so dass es die Form A-B-C-A hat. In der zweiten Episode (Abschnitt C) erinnern die Tonrepetitionen wiederum an die 'Zauberflöte', diesmal aber mehr an das Fugato der Ouvertüre als an Papagenos Arie.
Paul und Eva Badura-Skoda