Pantalon und Colombine
Musik für eine Pantomime KV446
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Wolfgang Amadeus Mozart
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Beschreibung:

  • Opus: KV466
  • Genre: Klassik
Mozart liebte, wie uns sein Biograph Georg Nikolaus Nissen mitteilt, 'leidenschaftlich das Tanzen und versäumte weder die öffentlichen Maskenbälle im Theater, noch die Hausbälle bey Freunden. Er tanzte aber auch schön, besonders Menuett. Im Tanzen war Vestris sein Lehrer gewesen... Er tanzte und komponierte selbst Pantomimen und Ballette. In den Redouten hatte er oft Charakter-Masquen, so machte er unvergleichlich den Harlequin und den Pierrot.' Am 12.März 1783 schreibt Mozart an seinen Vater: 'wir haben am fasching Monntag unsere Compagnie Masquerade auf der Redoute aufgeführt. - sie bestund in einer Pantomime, welche eben die halbe stunde, da ausgesetzt wird, ausfüllte. - Meine schwägerin war die Colombine, ich der Harlequin, Mein Schwager der Piero, ein alter tanzmeister (Merk) der Pantalon, ein Maler (Grassi) der Dottore. - Die Erfindung der Pantomime, und die Musick dazu war beydes von mir. - der Tanzmeister Merk hatte die gute uns abzurichten, und ich sag es ihnen wir spielten recht artig. - hier leg ich ihnen die ankündigung davon bey, welche ein masque als kleperpost gekleidet den masquen austheilte. - Die verse, wenn sie schon knittelverse sind, könnten besser sein, das ist kein Product von mir. - der schauspieller Müller hat sie geschmiert.' Von dieser Pantomime ist weder die Partitur noch das Textbuch erhalten, lediglich das Autograph einer 1. Violinstimme. Da Mozart in diese Stimme szenische Bemerkungen eingetragen hat, wissen wir einiges über Inhalt und Verlauf dieser coninledia dell 'arte. Als Besetzung für das Werk gibt das Köchel-Verzeichnis an: Zwei Violinen, Viola und Bass. Johann Andre, der 1799 den Nachlass W.A.Mozart's aufkaufte, soll eine Abschrift der übrigen drei Stimmen besessen haben, die jedoch leider verlorengingen.Nun ist zu fragen, ob diese Theatermusik tatsächlich nur für Streicher gedacht war - fanden sich doch in eben diesem Nachlass immer wieder Fragmente,Entwür fe, Unvollständiges. (Es fehlte z.B. von der c-moll Messe die Partitur des 'Sanctus' und 'Benedictus', so dass diese beiden Sätze erst durch Auffindung des Salzburger Aufführungsmaterials rekonstruiert werden konnten.) Solange sich also kein Dokument findet, aus dem das Instrumentarium dieser Pantomimenmusik eindeutig hervorgeht, muss die Besetzungsfrage offenbleiben. Es hat nun allerdings den Anschein, dass bei dieser Maskerade auch Bläser mitwirkten: Einige - in der Ergänzung nicht berücksichtigte-Passagen könnten dafür geradezu als 'Indiz' angesehen werden: Zwischen Nr. 7 und Nr. 8 findet sich im Autograph z.B. ein Abschnitt von 30 Takten, in denen die 1. Violine durchgehend lediglich Begleitfiguren zu spielen hat. Sofern man nicht annehmen will, die melodische Führung wäre hier der 2. Violine, der Viola oder gar dem Bass zugeordnet, kann diese - zumal sich die Begleitung stellenweise auf der A- oder sogar E- Saite bewegt - doch eigentlich nur von einem höher gelegenen Blasinstrument (Flöte oder Oboe) gespielt worden sein. Aber auch in Anbetracht der historischen Situation ist eine Bläserbeteiligung naheliegend. Bei den Faschingsveranstaltungen, die in einem der Redoutensäle der Wiener Hofburg abgehalten wurden, bestanden die Orchester aus ca. 40 Musikern, die in einer eigenen Bruderschaft vereinigt waren. Eine Reihe namhafter Wiener Komponisten, darunter auch Haydn, Dittersdorf, Mozart und Beethoven, wurden beauftragt, für solche Redouten Menuette, Deutsche Tänze, Contretänze usw. zu schreiben. Ein Blick in die Partituren dieser Werke zeigt uns deutlich genug, was die genannten Meister sich an Köstlichkeiten der Instrumentierung alles einfallen liessen. So ist auch anzunehmen, dass unsere Pantomime und deren Anlass dem Komponisten im Harlekinkostüm Anreiz genug bot, das Orchester zum bunten Spiel ebenso bunt erklingen zu lassen. Die Behandlung der Bläser als Mittel der Illustration und Charakterisierung bilden im dramatischen Schaffen Mozart's ohnehin eine Kunst für sich. Warum sollte er hier auf ein ihm so wesentliches Kolorit ver