Filmmusical: Die Musik von „La La Land“

Filmmusik
Emma Stone & Ryan Gosling tanzen

„La La Land“ gehört zu den bedeutendsten Kinofilmen in der Filmpreissaison 2016/2017: Über 200 Filmpreise hat das Werk bisher erhalten. Ein Grund für den großen Erfolg des Filmmusicals sind sicherlich auch die Filmmusiken, die größtenteils von Filmkomponist Justin Hurwitz geschrieben und komponiert wurden. In unserem heutigen Artikel möchten wir Ihnen das erfolgreiche Filmmusical und ganz besonders die Musik des Filmmusicals näherbringen. Viel Spaß beim Lesen!

„La La Land“ – Die Handlung

Das Filmmusical wurde 2016 von Regisseur und Drehbuchautor Damien Chazelle produziert. Der Film handelt von einem Jazzpianisten (gespielt von Ryan Gosling) und einer Schauspielerin (verkörpert von Emma Stone), die in Los Angeles – der Stadt der Engel – ihren beruflichen Traum verwirklichen möchten und sich hierbei ineinander verlieben.

Jazz-Liebhaber hergehört: „La La Land“ ist eine wahre Hommage an den Jazz, denn die von Emma Stone gespielte Hauptfigur Mia kann dem Jazz – im Gegensatz zum Jazzliebhaber Sebastian – zuerst nichts abgewinnen. Doch der Jazzpianist kann Mia vom Gegenteil überzeugen, indem er sie in einen Jazzclub einlädt. Fünf Herren an Schlagzeug, Bass, Klavier, Tenorsaxophon und Trompete zeigen der Schauspielerin, was Jazz wirklich bedeutet und so wird Mia letztendlich ein echter Jazz-Fan!

Regisseur Chazelle und die von Gosling dargestellte Filmfigur Sebastian Wilder haben eins gemeinsam: Ihre Liebe für den Jazz. Denn bevor Chazelle sich dazu entschloss, Drehbuchautor für Hollywood zu werden, versuchte er Jazz-Schlagzeuger an der High-School zu werden. Da er jedoch unter großem Lampenfieber litt, entschied er sich gegen diesen Traum.

Bis April 2017 wurde der Film über 1,64 Millionen Mal im deutschen Kino angesehen. „La La Land“ gewann bis 2017 über 200 Filmpreise und wurde außerdem für 240 weitere nominiert.

Die Filmmusik des Musicals

Filmemacher Chazelle hat sich für sein Musical den Jungkomponisten Justin Hurwitz ins Boot geholt. Hurwitz und Chazelle kennen sich schon seit ihrem Studium in Harvard und haben bereits 2009 für das Jazz-Filmmusical „Guy and Madeline on a Park Bench“ sowie 2014 für das Musikfilmdrama „Whiplash“ zusammengearbeitet.

Für die musikalische Leitung setzte Chazelle auf die Unterstützung von dem britischen Musiker und Komponisten Marius De Vries. De Vries kennt sich unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Andrew Lloyd Webber („Phantom der Oper“) und Baz Luhrmann („Moulin Rouge“) mit der musikalischen Untermalung von Filmmusicals aus.

Wie es auch nicht anders bei einem Filmmusical sein kann, spielt die Musik bei „La La Land“ eine übergeordnete Rolle: Ganze 15 gesungene Musicalsongs sowie über 30 instrumentale Filmmusiken werden für das Musical realisiert.

Die Hauptdarsteller Gosling und Stone singen ihre Parts sogar selbst, dies ist nicht immer perfekt, dafür aber umso realer und sympathischer. Gosling spielt darüber hinaus auch selbstständig am Klavier.

Justin Hurwitz sagt selbst über seine erschaffene Filmmusik von „La La Land“: „Sämtliche Ohrwürmer sind gleichzeitig fröhlich und traurig, hoffnungsvoll und melancholisch … Ich denke, genau das ist doch das Leben.“

Und der Erfolg gibt ihm recht, denn für die Filmkompositionen wurde Hurwitz bereits mehrfach für die beste Filmmusik nominiert und ausgezeichnet.

Der Soundtrack – „City of Stars“

Der romantische Soundtrack „City of Stars“ gehört zu den Gewinnersongs der Oscar-Verleihung 2017: Er wurde mit einem Oscar für den besten Filmsong ausgezeichnet. Auch bei den Golden Globes konnte das Stück ordentlich abräumen: „City of Stars“ erhielt einen Award für den Film Score sowie für den besten Filmsong.

Im Film wird das Lied zuerst alleine von Sebastian (Ryan Gosling) gesungen, im späteren Teil des Films aber auch zusammen mit Mia (Emma Stone). Für die musikalische Untermalung der Ballade sorgt lediglich ein Klavier.

 

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Covercollage "City of Stars"

Auftakt zum Filmmusical: „Another Day of Sun“

Mit der temporeichen Nummer „Another Day of Sun“ beginnt das Filmmusical „La La Land“: Tausende Autos stehen im Stau auf dem Freeway. Es ertönt Musik. Eine junge Frau beginnt zu singen, plötzlich steigt sie aus dem Auto aus und tanzt. Weitere Autofahrer tun es ihr nach. Der gesamte Freeway wird zur Bühne. Was für ein Auftakt im typischen Musical-Flair!

Um das Stück in dieser Form realisieren zu können, arrangierte Hurwitz ein Orchester mit 95 Musikern und einen 40-köpfigen gemischten Chor.

 

„Another Day of Sun“ zum Nachsingen

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Covercollage "Another Day Of The Sun"

Emma Stones Solo: „Audition (The Fools Who Dream)“

In einem emotionalen Höhepunkt des Films erhält Emma Stone einen Solo-Part: Sie singt als Mia, das von Klavier begleitete Stück „Audition”. Das Stück handelt davon, niemals aufzugeben, auch wenn sich die gesamte Welt gegen einen zu stellen scheint.

Im Refrain heißt es (ins Deutsche übersetzt):

Ein Hoch auf diejenigen, die träumen,
mögen sie auch töricht scheinen!
Ein Hoch auf die Herzen, die schwer sind –
ein Hoch auf das Chaos, das wir anrichten!

 

„Audition“ zum Nachsingen

Für all diejenigen, die ebenfalls an ihre Träume festhalten und niemals aufgeben möchten, haben wir die den Song für vierstimmig-gemischten, dreistimmig-gemischten und Frauenchor in unserem Notenshop.

Covercollage Audition

Stepp-Duett zwischen Mia und Sebastian: „A Lovely Night“

Für viele ist diese Film-Szene eine der absoluten Lieblings-Szenen in „La La Land“: Mia und Sebastian schlendern durch die Abenddämmerung hoch über Los Angeles und sind dabei sich ineinander zu verlieben – natürlich zu Gesang und Tanz! Für diese mehrminütige Filmsequenz mussten die beiden Schauspieler nicht nur singen, sondern auch in einem kleinen Stepp-Duett miteinander tanzen. Im Anschluss an den Gesangspart folgt ein Instrumentalteil mit Jazz-Einflüssen.

Unser Fazit

Wir finden: Justin Hurwitz wurde zu Recht für die beste Filmmusik ausgezeichnet! Hurwitz hat es geschafft, klassische Musicalsounds mit modernen Musikeinflüssen und Jazz zu verbinden. Die Filmmusiken gehen sofort ins Ohr und oftmals hat man das Bedürfnis, einfach mitzusingen. Die Stücke von „La La Land“ sind ein absolutes MUSS für alle Musical- und Jazz-Liebhaber!

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Bilnachweis:
Titelbild: Ausschnitt aus Noten-Cover; Cover-Bilder: alle-noten.de

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