Geistlich & modern: Die „Missa Popularis“ und weitere Werke von Mårten Jansson

Empfehlung
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Sie möchten mit Ihrem Chor mal wieder etwas Neues ausprobieren oder brauchen Anregungen zur Gottesdienstgestaltung? – Dann können wir Ihnen die geistlichen Werke des schwedischen Komponisten Mårten Jansson empfehlen! Hier erfahren Sie einiges zum Komponisten, seiner „Missa Popularis“ und weiteren beliebten Werken.

Der Komponist Mårten Jansson

Mårten Jansson hat sich als ein Komponist geistlicher Vokalmusik etabliert. Seit 2014 hat der Bärenreiter Verlag viele seiner Werke veröffentlicht, die von der internationalen Chorszene gut angenommen wurden.

Mårten Jansson - Bild„Ich mache meine eigene Musik und habe nie versucht, originell zu sein. Nach diesem Motto habe ich versucht, durch meine Musik all die Gefühle zum Ausdruck zu bringen, die das Leben ausmachen. Manche beschreiben meine Musik als ’so traurig wie Vögel, die ihre Flügel verloren haben‘. Andere wieder nennen sie die ‚fröhlichste klassische Musik, die wir je gehört haben‘. Mir war wohlklingende Musik immer näher als atonale, und das ist sicher der Grund, weshalb meine Musik einen eher melancholischen Charakter hat. Meine Werke sind fast ausschließlich geistlich. Dies ist sowohl Ausdruck meines eigenen Glaubens als auch meiner Wertschätzung für die zeitlosen Texte, die schon seit Jahrhunderten vertont werden.”

Mårten Jansson war über zehn Jahre lang Leiter von „Carmen“, einem der bekanntesten Frauen-Vokalensembles in Schweden. Aus der Arbeit mit diesem Chor entstand die Anregung zu seinen frühen Kompositionen für Frauenchor: „Zu wissen, dass am nächsten Tage geprobt würde, was ich in der Nacht geschrieben habe, war ein starker Antrieb für mich. Andere Komponisten wären glücklich über eine solche Möglichkeit.“

Mehr über den Komponisten erfahren Sie auf seiner Website (englisch).

Die „Missa Popularis“

Wie der Name schon andeutet, hat die „Missa Popularis“ ihre musikalischen Wurzeln in der Volksmusik. Dies wird gleich in den ersten Takten des Kyrie deutlich, wo über einem Ostinato im Bass die Violine eine Melodie im Stile einer schwedischen Weise spielt.

Die Messe kann von Frauenstimmen (SSA) oder von einem gemischten Chor (SSATB) gesungen werden. Als Begleitung sind ein Streichquartett oder ein Streichorchester möglich. Die „Missa Popularis“ ist bisher eines der erfolgreichsten Werke Mårten Janssons. Seit ihrer Uraufführung wurde sie bereits in vier Ländern aufgeführt.

In Auftrag gegeben wurde die Messe vom Skowronki Mädchenchor und am 25. April 2015 unter der Leitung von Alicja Szeluga in Posen erstmals öffentlich gesungen. Während einer Konzerttournee wurde im Dezember desselben Jahres das „Gloria“ in der New Yorker Carnegie Hall von diesem polnischen Mädchenchor uraufgeführt.

Die deutsche Erstaufführung, gleichzeitig die erste Aufführung mit Streichorchester, fand am 15. Mai 2016 im Kölner Dom statt. Während der Pfingstmesse sang der 100 Stimmen starke „Mädchenchor am Kölner Dom“ unter Leitung von Oliver Sperling. Eine Woche später sang der Mädchenchor die „Missa Popularis“ beim Festival „Musica Sacra Nova“ in der Abtei Brauweiler (Rheinland).

Wenige Tage später erfolgte die englische Erstaufführung, gleichzeitig die Uraufführung mit gemischtem Chor in London. Es sang der Chor „Chantage“ unter Leitung von James Davey. Die schwedische Erstaufführung schließlich fand am 4. Juni 2016 in der Kirche von Skeda unter Leitung von Hans Lundgren statt.

Natürlich finden Sie alle Ausgaben der Messe in unserem Online Shop!

Weitere beliebte Werke Janssons

„Cantate Domino“ – Psalm 96: 1-3

Die Vertonung des bekannten Psalms „Singet dem Herrn ein neues Lied“ (Psalm 96, 1-3) nutzt zur Ausdeutung des Textes starke Dynamik und einen Wechsel von fließenden, blockhaften Akkorden mit schnelleren polyphonen Passagen und erfüllt gleichzeitig die Sänger mit Freude.

Das Stück ist ursprünglich in der Fassung für Männerchor geschrieben. Durch die Hinzunahme der Frauenstimmen erhält der Satz eine zusätzliche Farbigkeit. Zudem eröffnet sich auch die Möglichkeit, den Chor in eine Frauen- und eine Männergruppe aufzuteilen und diese entweder zusammen oder aber als getrennte Einheiten arbeiten zu lassen.

Ob Männer- oder gemischter Chor – gerne liefern wir Ihnen Ihre gewünschte Ausgabe!

„Maria (IV)“ – „Här är din himmel“ („Here is thy Heaven“)

Das Schwedische Königshaus gab dieses Werk in Auftrag für das Fest der Verkündigung der Jungfrau Maria. Der Text stammt vom schwedischen Dichter Einar Askestad (Uraufführung am 17. März 2013). Die Musik beschreibt die Betrübnis Marias als Mutter eines Kindes, das nicht ihr, sondern der gesamten Menschheit gehört.

Die Chopartitur für gemischten Chor (SATB) finden Sie hier.

„The Choirmaster’s Burial“

The Choirmaster’s Burial erzählt lautmalerisch das klassische Gedicht Thomas Hardy’s über einen alten Tenor nach, der den Tod seines Chorleiters beklagt. Frauen und Männer sind in zwei Chöre aufgeteilt. Während die Männer – in der Rolle des Tenors – die Geschichte vortragen, singen die Frauen als Engelschor darüber die Antiphon „In Paradisium“ aus der Totenmesse (Requiem).

Zur Chorpartitur gelangen Sie hier. Noch mehr Werke des Komponisten finden Sie in unserem Online Shop.

Übrigens: Wer Mårten Jansson persönlich kennenlernen möchte, hat die Gelegenheit auf der diesjährigen Messe chor.com, die vom 14. bis zum 17. September in Dortmund stattfinden wird:

Reading Session
Geistliche Chorwerke von Mårten Jansson

mit Mårten Jansson

16. September 2017, 17:00 bis 18:30 Uhr
Kongresszentrum Westfalenhallen | Saal 14

Wiederholung am
17. September 2017, 14:30 bis 16:00 Uhr
Kongresszentrum Westfalenhallen | Saal 4/5

In dieser Reading Session haben die TeilnehmerInnen Gelegenheit, unter der Leitung von Mårten Jansson ausgewählte Passagen aus seinen Werken, singend kennenzulernen. In Audio- und Video-Präsentationen werden zudem seine interessantesten Kompositionen vorgestellt. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der kürzlich veröffentlichten Missa Popularis, aber auch auf schon bekannteren Werken wie The Choirmaster’s Burial, Maria (IV) und Fear Thou Not. Die Reading Session, zu der alle interessierten ChorleiterInnen und SängerInnen eigeladen sind, bietet zudem die Möglichkeit zum Austausch mit dem Komponisten. Für den praktischen Teil ist Erfahrung im Vom-Blatt-Singen hilfreich.

 


Bildernachweis: Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung des Bärenreiter Verlages Kassel.

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